Mittwoch 21. April 2010, 20 Uhr

Stile herrschen, Gedanken siegen
Eintrittspreis(e)
Mariette Lentz, Sopran.
Béatrice Rauchs, Klavier.
Daniel Gruselle, Akkordeon.
Haoxing Liang & Silja Geirharsdottir, Violine.
Dagmar Ondracek, Viola.
Jean Halsdorf, Cello.
Carlo Jans, Flöte.
Sébastien Duguet & Marcel Lallemang, Klarinette.
Zemlinsky, Trio Op. 3
Schönberg, Brettl-Lieder
Mahler, Klavierquartett a-moll
Schönberg /Webern, Kammersinfonie Op. 9
Strauß/ Schönberg, Kaiserwalzer Op. 437
Selten haben wohl in einer einzigen Stadt gleichzeitig so viele geistige Größen der Kunst gewohnt wie im Wien Ende des 19. Jahrhunderts. Einige der Komponisten, die um diese Zeit in Wien gelebt haben, kommen im Konzert des KMVL zu Wort: von Alexander Zemlinsky erklingt ein Trio, das deutlich in der Nachfolge Johannes Brahms’ steht. Von Gustav Mahler hören Sie das einzige erhaltene Kammermusikwerk, ein unvollendetes Klavierquartett. Nicht fehlen darf in diesem Programm der große Neutöner Arnold Schönberg, der auch traditionellere Töne anschlagen konnte. Seiner Bewunderung für Johann Strauß verlieh er in einem Arrangement des Kaiserwalzers Ausdruck. Der andere Schönberg, der im Begriff war, die Fesseln der Tonalität abzustreifen, präsentiert sich in der Kammersinfonie op. 9, und die Brettl-Lieder zeigen ihn von einer ungewohnt kabarettistischen Seite.

